Aktuelle Konzerte

Sergei Rachmaninow – Die Glocken (Jenaer Philharmonie)
Frederick Delius – Sea Drift

Konzerte:
Sonntag, 9. Februar 2019 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Sonntag, 10. Februar 2019 um 17:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Vorverkauf:
Tickets für die neue Saison 2019 gerne auf Anfrage per Mail.
Sergei Wassiljewitsch Rachmaninov komponiert 1913 "Die Glocken", ein viersätziges sinfonisches Werk für Orchester, Chor und drei Gesangssolisten nach Edgar Alan Poes Gedicht "Die Glocken".  Darin behandelt der Dichter verschiedene Szenarien die symbolisch für einen Abschnitt im Leben eines Menschen stehen. So verhält es sich auch mit den vier Sätzen von Sergej Rachmaninows gleichnamigem symphonischen Poem. Rachmaninov übersetzte die starken Emotionen in Musik und ließ sich dabei von der Sprachmelodie Poes inspirieren: "Als ich die Verse Poes vor mir hatte, hörte ich die Glockentöne und versuchte, ihre herrlichen Klänge, die für mich die verschiedenen Facetten der menschlichen Erfahrung auszudrücken schienen, aufs Papier zu bringen." Rachmaninov bezeichnet "Die Glocken" explizit als seine Lieblingskomposition. Kompositorisch verbindet der Komponist die Mentalität russischer Chormusik mit seiner eigenen Harmonik und Orchestrierkunst und gibt amerikanisch-romantischen Empfinden eine russische Ausprägung. Das monumentale Werk wird von gewaltigen Chören und drei Gesangsolisten getragen, denen ein mächtiges Orchester gegenübersteht. Schlittenglocken, Hochzeitsglocken, Feuerglocken läuten in Edgar Allan Poes berühmtem Schauergedicht, das Sergej Rachmaninow seiner kolossalen Chorsinfonie "Die Glocken" zugrunde legte. Zum Schluss gellt der kalte Klang einer eisernen Turmglocke durch die Nacht, von finsteren Dämonen geschlagen. „Ghule“ heißen sie bei Poe – und unter diesem Namen sind sie auch den zahlreichen Harry-Potter-Fans in aller Welt bekannt.