Ein neuer Blick auf die Geschehnisse im Stall

Rezension: Michael Ostrzyga: "Weihnachtsoratorium" (Jenaer Philharmonie)

"Nachdem der Chor mit „Und das Wort ist Fleisch geworden“ das Wunder der Geburt angekündigt hat, malen die Musiker der Jenaer Philharmonie ein vielfarbiges, unter die Haut gehendes Bild der Geschehnisse im Stall. Ohne Umwege über Kopf und Intellekt gehen die Töne direkt in die Seele. Ein Sog, der hineinzieht in das Wunder der Geburt: Herzschlag des Kindes, Atemgeräusche der im Schmerz der Wehen versunkenen Mutter, schneidender Wind, der um den Stall in Bethlehem tobt. Dirigent Matthias Beckert entlockt den einzelnen Instrumentengruppen hochdramatische, dann wieder melodiöse Momente, dem Chor Wind- und Pfeifgeräusche. ... Minutenlange Pianotöne, zeitlose Stille, sphärisch, zauberhaft. Noch fehlt der Mensch, bis Chor und Orchester den Konzertsaal mit „Irrsal und Wirrsal“ füllen und den Bogen über das Weihnachtsgeschehen bis hin zum mit einem Paukenschlag beginnenden Jubel („Jauchze“) spannen, der die Geschichte Gottes mit den Menschen lobpreist und zu „Glaube! Hoffe! Liebe“ animiert. Freudiger, heftiger Applaus für diese ganz andere und doch vertraute Art eines Weihnachtskonzerts."

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: Mainpost vom 10.12.2017
Autor: Ursula Düring