aktuelles Projekt

Felix Mendelssohn-Bartholdy: "Lobgesang" (1840)

Konzerte:
Freitag, 09. Februar 2007 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Samstag, 10. Februar 2007 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Im Jahr 2007 feierte der Ökumenische Hochschulchor Würzburg sein 15-jähriges Bestehen. Unsere Jubiläumskonzerte fanden am am 9. und 10. Februar 2007 in der Würzburger Neubaukirche mit zwei Großwerken der romantischen Oratorienliteratur: Mendelssohns Lobgesang und Bruckners Te Deum. Darüber hinaus war Mendelssohns Vertonung des 42. Psalms zu hören.

Felix Mendelssohn Bartholdys Lobgesang entstand anlässlich des 400. Jahrestags der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Die Uraufführung, bei der über 500 Sänger und Musiker mitwirkten, dirigierte der Komponist am 25. Juni 1840 in der Leipziger Thomaskirche. Das Werk erfreute sich bald großer Beliebtheit, besonders in England, wo die Oratorienkultur florierte. Der Lobgesang beginnt mit einer großen Orchestereinleitung, die im Vokalteil kulminiert. Mendelssohn schrieb hierzu: "Eigentlich sind alle Stücke, Vokal- und Instrumental-, auf die Worte 'Alles, was Odem hat, lobe den Herrn' komponiert, [so dass] erst die Instrumente in ihrer Art loben, und dann der Chor und die Einzelstimmen...".

Mendelssohn wurde während seines gesamten Schaffens durch Psalmtexte inspiriert; neben A-cappella-Sätzen hinterließ er fünf große Orchesterpsalmen. Psalm 42, Wie der Hirsch schreit, komponierte er 1837 auf seiner Hochzeitsreise. Die Psalmkantate entwirft ein großartiges und tief empfundenes Bild der Sehnsucht und Suche nach Gott, die in Trost und Gottvertrauen Erfüllung finden. Schumann bewertete dieses Werk als die "höchste Stufe, die er [Mendelssohn] als Kirchenkomponist, ja die die neuere Kirchenmusik überhaupt erreicht hat".