aktuelles Projekt

Ludwig van Beethoven: "Missa Solemnis" (1817-1823)

Konzerte:
Freitag, 10.Februar 2006 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Samstag, 11.Februar 2006 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg

Pressestimmen: Farbenreiche Klanggewalten

Liveaufnahme:  CD Bestellung

Es gibt viele "Missae Solemnes", feierliche Vertonungen der Messliturgie. Im Grunde aber gibt es nur eine. Es genügt, von "der Missa solemnis" zu sprechen, und jeder weiß: Nur Beethovens Ausnahmewerk kann gemeint sein. Zur Inthronisation von Erzherzog Rudolf zum Erzbischof hatte sich Beethoven vorgenommen, eine Festmesse zu komponieren. Im März 1820 fand das feierliche Hochamt jedoch ohne seine Musik statt. Die Arbeit an seiner Messe hatte wegen seiner außergewöhnlich hohen Selbstansprüche solche Dimensionen angenommen, dass Beethoven erst drei Jahre später die erste Kopie der vollständigen Messe dem Erzbischof widmen konnte. Die Kirchenmusik war um ein Werk bereichert worden, das Ähnlich Bachs "h-Moll Messe" alle Formen und Konventionen sprengen sollte.

Beethoven überschrieb die gewaltige Partitur seiner Missa Solemnis, die seit ihrer Uraufführung im Jahre 1824 die Gemüter bis heute heftig bewegt, mit dem Motto "Von Herzen - möge es zu Herzen gehen". Es ist eines der persönlichen Bekenntnisse des Komponisten auf der Suche nach dem eigenen Gottverständnis verbunden mit der "Bitte um innern und äußern Frieden", wie Beethoven, den Text der Messe verstärkend, in die Partitur schrieb.
Das Ziel Beethovens war 'bei den Singenden als bei den Zuhörenden religiöse Gefühle zu erweckenund dauernd zu machen'.

Die Missa solemnis gehört zu den schwierigsten Werken der chorischen Tonkunst. Das betrifft neben den besonderen Anforderungen der Musik an die Singstimmen auch ihren Stil.

Beethoven schrieb über seine Messe: "So schwer es mir wird, über mich selbst zu reden, so halte ich sie doch für mein größtes Werk".