aktuelles Projekt

Felix Mendelssohn-Bartholdy: "Paulus" (1836)

Konzerte:
Freitag, 15. Juli 2005 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Samstag, 16. Juli 2005 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg

Pressestimmen: Rezension in der Mainpost Würzburg

Liveaufnahme:  CD Bestellung

Chor Flyer
"Paulus" war zu Mendelssohns Lebzeiten wohl sein beliebtestes Werk: Von seiner Uraufführung 1836 an war dem Oratorium ein durchschlagender Erfolg beschieden. Zwei Jahre nach der Premiere hatten an die fünfzig deutsche Städte das Werk bereits aufgeführt und auch in England war es in Übersetzung mehrfach erklungen. Das Werk wurde als Wendepunkt in der Geschichte des Oratoriums empfunden. Musikgelehrte lobten "Paulus" als Musterbeispiel einer Oratoriumskomposition, das sich junge Komponisten zum Vorbild nehmen sollten. In einer Rezension äußerte sich Robert Schumann besonders enthusiastisch: Er lobte das "unauslöschliche Colorit in der Instrumentation" und das "meisterliche Spielen mit allen Formen der Setzkunst", bezeichnete Mendelssohns Oratorium gar als "Juwel der Gegenwart".

Der erste Teil des Oratoriums beginnt mit der Steinigung des Stephanus, der im Kreis der Gläubigen die neue Lehre verkündigt. Auch der Pharisäer Saulus wütet fanatisch gegen die christlichen Gemeinden. Auf dem Weg nach Damaskus hat er, wie die Apostelgeschichte berichtet, die Vision des Auferstandenen Herrn. Im Innersten getroffen und zunächst für drei Tage mit Blindheitgeschlagen wird er nach seiner Heilung unter seinem Taufnamen "Paulus" zu einem eifrigen Missionar und Apostel Jesu Christi. Schon der in der Ouvertüre zitierte Choral "Wachet auf, ruft uns die Stimme" verweist auf das Kerngeschehen: Die Bekehrung des Paulus.

Der zweite Teil des Werkes schildert die Missionstätigkeit des Apostels: Paulus als Prediger, die Verfolgung durch seine ehemaligen Glaubensgenossen, die Heilung eines Lahmen. Schließlich selbst bedroht von den Heiden, nimmt der Apostel Abschied von seiner Gemeinde in Ephesus, die ihn vergeblich bittet, sich zu retten.