aktuelles Projekt

Johann Sebastian Bach: "Matthäuspassion"

Konzerte:
Freitag, 11. Februar 2005 um 19:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Samstag, 12. Februar 2005 um 19:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg

Pressestimmen: Bach füllt zweimal Neubaukirche

Liveaufnahme:  CD Bestellung

Seit ihrer Wiederentdeckung durch Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 hat Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion einen besonderen Ruhm und Glanz erworben. Das Werk gehört zu den außergewöhnlichen Schöpfungen derMusikgeschichte, in denen alles vollkommen ist und die mit ihrer inneren Glut und Leidenschaft nicht nur den gläubigen Christen, sondern ebenso das Herz eines säkularisierten Menschen ansprechen.

Seit 1717 war es zur Tradition geworden, am Karfreitag während derVesperandacht, die kurz vor vierzehn Uhr begann, ein Passionswerk aufzuführen. Im Mittelpunkt der gesungenen Aufführung - zwischen dem ersten und zweiten Teil der Passion - stand die Predigt. Der Gläubige, der bereits dem vierstündigen Frühgottesdienst von sieben Uhr bis elf Uhr beigewohnt hatte, sah sich somit zu einer zusätzlichen Anwesenheit in der Kirche gezwungen, die weitere vier bis fünf Stunden dauerte.

1725 beauftragten die Stadtoberen zu Leipzig ihren Kantor an der Thomaskirche, J.S. Bach, eine Musik zur Leidensgeschichte Jesu zu komponieren. "Keine Opernmusik" verlangten die griesgrämigen Leipziger Honoratioren, da sie fürchteten, das heilige Bibelwort werde durch die breite Entfaltung der neuen dichterischen und musikalischen Möglichkeiten des Barock überwuchert. Etwas im Stile Georg Philipp Telemanns schwebte den Herren vor, eingängig und musikantisch und keinesfalls so beunruhigend und kompliziert wie Bachs "Johannes-Passion", deren Uraufführung sie 1724 in Leipzig erlebt hatten.

Doch Bach ließ sich nicht irritieren. Denn Hader mit Ratsherren und vorgesetzten Behörden war er gewohnt und da gab es ja noch andere Kreise, vornehmlich in der Leipziger Kaufmannschaft, die über genügend Einfluß,Geist und Begeisterung verfügten, seine Musik zu würdigen. Wie immer ging Bach auch diesmal seinen eigenen Weg. So entstand sein umfangreichstes Werk - unvergleichlich in der Mehrschichtigkeit des Textes und seiner musikalischen Vielfalt.