aktuelles Projekt

Guiseppe Verdi: "Messa die Requiem" (1869)

Konzerte:
Freitag, 23. Juli 2004 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Samstag, 24. Juli 2004 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg
Verdis Messa da Requiem gehört zu den größten Chorwerken überhaupt. Die Entstehung der Totenmesse beginnt mit dem Tod Gioacchino Rossinis im Jahre1868. Für Verdi verkörperten die beiden bedeutenden Künstler Rossini und Manzoni den Ruhm Italiens. In einem Brief an mehrere große Zeitungen Italiens lud er Komponisten ein, um gemeinsam für den Jahrestag des Todes von Rossini ein Requiem zu schreiben. Alle beteiligten Künstler sollten ihre Dienste unentgeltlich zur Verfügung stellen, damit zur Verwirklichung nicht von offizieller Stelle Geld eingefordert werden musste. Obwohl die Komponisten ihre Stücke rechtzeitig fertig stellten – Verdis "Libera me" bildete den Schluss der Messe –, verhinderten äußere Gegebenheiten und die strengen Bedingungen Verdis zunächst die Aufführung.
Als dann 1873 der Dichter Manzoni starb, dessen "Promessi sposi" mit Dantes "Göttlicher Komödie" und der Bibel zu Verdis ständiger Lektüre gehörten, schlug Verdi seinem Verleger Ricordi in Mailand die Komposition einer eigenen Totenmesse vor. Trotz der großen Spannungen zwischen Kirche und Staat übernahm die Stadt Mailand die Finanzierung der Aufführung zum Jahrestag des Todes des Dichters am 22.5.1874. Das "Requiem" wurde zum bleibenden Erfolg.