aktuelles Projekt

Claudio Monteverdi: "Vespro della Beata Vergine"

Konzerte:
Sonntag 05. Mai 2004 um 17:00 Uhr
Erlöserkirche Bad Kissingen
Samstag, 13. und 14 . Februar 2004 um 20:00 Uhr
in der Neubaukirche Würzburg

Die Marienvesper - mit vollem Namen Vespro della beata virgine - bildet ein Kompendium aller Stile der damaligen Kirchenmusik. Sie erschien 1610 in Venedig.

Der Komponist des Werkes, Claudio Monteverdi († 29. November 1643 in Venedig) war ein großer Sänger und genoss zu jener Zeit großes Ansehen in ganz Italien. Sein Werk markiert die Wende von der Musik der Renaissance bis zum Barock.

1590 wurde Monteverdi an den Hof des Herzogs Vincenzo I. Gonzaga als Sänger und Komponist nach Mantua bestellt. Er fand dort mit einem vollständigen Orchester und herausragenden Solisten außergewöhnlich gute Bedingungen vor.Im Jahr 1613 wurde er Kapellmeister an S. Marco in Venedig und hatte damit die für einen Musiker angesehenste Anstellung außerhalb Roms inne.

Von seiner Marienvesper gibt es keine originale Partitur. Sie ist nur in einem von ihm überwachten Stimmendruck überliefert. Um nun dem Werk im Sinne einer historischen Aufführungspraxis gerecht zu werden musizieren die Musiker des Barockorchesters auf historischen Instrumenten und in der historischen Stimmung von 466 Hz (anstatt 440 Hz). Dafür wurden Spezialisten der Alten-Musik-Szene aus Deutschland und der Schweiz engagiert.

Das Werk beinhaltet Psalmvertonungen (Psalm 109, 112, 121, 126, 147), verschiedene Concerti und endet mit einem Magnificat, dessen Textverse einzeln vom Komponisten auskomponiert wurden. Weiterhin werden in der Aufführung des Ökumenischen Hochschulchores vor den Psalmvertonungen Antiphone, vorgetragen von einer Schola, zu hören sein.

Mit ihren prachtvollen Chören, den berührenden Concerti und den zeitlos schönen Texten aus dem biblischen Hohenlied der Liebe zählt die Marienvesper zu den markantesten Werken der Kirchenmusik überhaupt.