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Nicollò Jommelli: "Requiem in Es-Dur" (1756)

Konzert:

in der Neubaukirche Würzburg


Niccolò Jommelli, am 14. September 1714 in Aversa bei Neapel geboren, starb am 25. August 1774 in Neapel. Mit 23 Jahren schrieb er seine erste Oper, der zahlreiche Werke derselben Gattung folgten. Sein Ruhm verbreitete sich rasch über ganz Italien. Eine Berufung nach Wien brachte ihm neue Erfolge ein. Die große Wende in seinem Leben geschah durch die Berufung 1753 durch Herzog Karl Eugen von Württemberg an dessen Hof in Stuttgart, wo er bis zum Jahr 1769 verblieb. Hier schuf er weiterhin zahlreiche Opern, aber auch die zahl seiner kirchlichen Werke ist beträchtlich.

Das Requiem in Es-Dur entstand im Februar 1756 zum Tode der Mutter von Herzog Karl Eugen. Es fand weiteste Verbreitung und wurde das bekannteste kirchliche Werk Jommellis. Jommelli galt damit als einer der führenden Komponisten kirchlicher Werke. Als Opernkomponist stand sein Ruhm längst fest.

Johann Adolf Hasse, am 25. März 1699 in Bergedorf bei Hamburg getauft starb am 16. Dezember 1783 in Venedig. Seine Werke sind zwischen der vorhergehenden Epoche von Bach und Händel einerseits und der folgenden, jüngeren Epoche von Haydn einzuordnen. In seiner Jugend wirkte er als Sänger in Hamburg und Braunschweig. Anfang der 20'er Jahre ging er nach Italien. In Neapel feierte er seine ersten Erfolge. Er wirkte an den venezianischen Konservatorien zusammen mit Vivaldi und Jommelli. Noch zu seinen Lebzeiten mußte Hasse erleben, wie seine Musik in Vergessenheit geriet und von anderen überholt wurde. Von Wolfgang Amadeus Mozart aber gibt es etliche Äußerungen, die seine hohe Achtung vor dem Melodiker Hasse bezeugen.

Das Miserere in c-Moll lehnt sich vom Text her an den 50. Psalm nach der Zählung der Vulgata an. Hasses Musik will nicht Entsetzen und Erschütterung bewirken; eher verweist sie auf den Trost, der dem um Erbarmen flehenden Menschen verheißen ist.. Die Musik wirll durch ihre Schönheit den Hörer ergreifen und zur Andacht führen.