Zum 16. März: Die Uraufführung eines Klangexperiments

Rezension: Alfred Schnittke: „Requiem“

Das Gedenkkonzert zum 16. März 1945 wurde in der Würzburger Neubaukirche mit einer Uraufführung eröffnet. Martin Sturms „Antiphon“, eine vierteilige Komposition, die mit den vom Solotenor fast geflüsterten Worten „Libera me“ eingeleitet wurde und sich zunächst nur in einzelnen kurzen oder länger anhaltenden Tönen, die einem genauen Zeitschema folgten, fortsetzte. „Stille, Ton und Geräusch“ sind nach Aussage des Komponisten die Elemente seiner Komposition, die sich erst am Ende in einem gewaltigen Cluster entlädt, der neben den Instrumenten den phänomenalen Monteverdichor einbezieht und ebenfalls wieder mit den Worten „Libera me“ endet.

Schnittkes bewegende Requiem-Botschaft gegen den Tod hinterließ am Ende gläubig ergriffene Stille. Die Pianissimo-Ruhe des Endes wagte zunächst keine applaudierende Hand zu stören. Dann aber gab es stürmischen Beifall.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: Mainpost vom 17.03.2016
Autor: Armin Rausche