Ein Requiem auf der Höhe der Zeit

Rezension: Wolfgang Amadeus Mozart: "Requiem", Toshio Hosokawa: "Drei Engel-Lieder"

Mit flammenden Crescendo-Steigerungen und satten Tutti-Passagen traf er ins Herz, ohne es in Sachen Pathos zu übertreiben. Und deswegen erlebten die 650 Zuhörer in der mitsamt Nebenplätzen restlos gefüllten Neubaukirche ein Requiem auf Höhe der Zeit, ein „Lacrimosa“ von dreieinhalb Minuten, stilvoll erhaben, nicht sentimental verkleistert – ganz gewiss ein Höhepunkt der laufenden Mozartfest-Saison, für den es nach einer halben Minute der allgemeinen Ergriffenheit minutenlang herzlichsten Beifall gab. Interpretatorisch überzeugte dabei vor allem der gut 60-köpfige Chor, der durch alle Stimmlagen hindurch brillant intonierte und herrlich harmonierte, die Strömungen Mozarts wellengleich transformierte – und die Solisten perfekt einband.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: Mainpost vom 14.06.2015
Autor: Jürgen Höpfl